auf weißem Hintergrund unterschreibt ein schwarzer Füller mit goldener Feder

2022-03-21_KSTA_Kommentar_Der Plan ist kein Zukunftsplan

Dass man sich in der Bauverwaltung immer noch vorstellen kann, Felder und Wiesen, womöglich auch noch Baumbestände für Neubaugebiete zu opfern, ist korrekturbedürftig. Weder ist es zukunftsgerichtet noch nachhaltig noch vernünftig, landwirtschaftliche Flächen zu opfern.

Zuletzt: Der Krieg Russlands zeigt, wie fatal es ist, wenn ein Land sich nicht selbst versorgt. Zur Zeit geht es „nur“ um Öl, aber was ist mit unserer Nahrung? Weil Deutschland sich schon jetzt nicht mal zu 90 Prozent auf eigener Fläche ernährt, verbieten sich neue Häuschen, Terrassen, Garagen und gepflasterte Zufahrten auf Wiesen und zum Teil auf 1a-Äckern. Auch in Leverkusen. Dieser Plan sollte so nicht kommen.

2022-03-21_RP_Planung für Jahrzehnte – Leverkusener Verwaltung will Freiraum für Siedlungsbau opfern

2022-03-21_RP_Planung für Jahrzehnte – Leverkusener Verwaltung will Freiraum für Siedlungsbau opfern

Leverkusen –

Mehrere Anläufe hat es gebraucht, bis die Bauverwaltung auf eine Anfrage des Leverkusener Anzeiger eine Liste der aus Sicht der Stadtverwaltung wichtigsten Grundstücke geliefert hat, die sie künftig als allgemeine Siedlungsbereiche, also als potenzielles Bauland im Regionalplan eintragen lassen will. Was man sich vorher im Planentwurf mühsam und mit einiger Unsicherheit erarbeiten musste, ist jetzt Tatsache: Die Siedlungsbereiche sollen weiter wachsen, auch in den kommenden Jahrzehnten will die Bauverwaltung weiteres Land bebauen lassen, das heute meist landwirtschaftlich genutzt wird.

Das Feld an der Wilmersdorfer Straße gegenüber der Siedlung Mathildenhof soll Siedlungsfläche werden, wenn es nach der Bauverwaltung geht.

2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung

2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung

2022-03-07_KSTA_LB_Es gibt Alternativen zur Fällung … Dabei gibt es zu dem unseligen Plan der sogenannten „Gewässeraufweitung“ Alternativen, die von den zu Rate gezogenen Experten der TBL erarbeitet wurden und eine nähere Betrachtung wert sind. Eine der vorgeschlagenen Alternativen ist die Schaffung einer Rückhaltefläche auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Pintsch-Öl am Oberlauf des Wiembachs. Hier…

2022-02-07_KSTA_Baustelle auf der Streuobstwiese

2022-02-07_KSTA_Baustelle auf der Streuobstwiese

Die Fakten sind jetzt geschaffen worden, die Streuobstwiese, die einer Privatperson gehören soll, ist schwer geschädigt. Dennoch hat Roland Hölzer, Naturschützer aus Bergisch Neukirchen, bei der Untere Naturschutzbehörde wegen der Zulässigkeit der Baustelle angefragt. Die Wiese liegt am Ostrand des Bebauungsplans 94/II. Unter Planungsziele heißt es darin wörtlich: „Erhaltung der im Osten bestehenden Obstwiesen“.

2022-01-22-KSTA_Demo gegen breitere A3 in Leverkusen – Gelbe Schneise durch die Stadt

2022-01-22-KSTA_Demo gegen breitere A3 in Leverkusen – Gelbe Schneise durch die Stadt

Die Kundschaft von Metro, Bauhaus und Aldi staunt. Viele Autofahrer verrenken sich am Steuer den Kopf, um die Aufschriften der selbstgemalten Schilder zu entziffern. „Keinen Meter mehr“ und „Stoppt den Ausbau der A3“ steht da unter anderem zu lesen. Friedrich Jonas von der Interessengemeinschaft Schleswig-Holstein-Siedlung hatte zu dieser stillen Demonstration aufgerufen und vieler Unterstützer auch aus anderen Initiativen gefunden. Peter Westmeier, der den Protest gegen eine Raststätte an der A1 bei Steinbüchel und Lützenkirchen organisiert, ist ebenso dabei wie Vertreter von Parents for Future, die ein Memorandum für die Autobahn-Ausbau fordern, auch einige Rats- und Bezirkspolitiker lassen sich sehen, machen gar selbst mit Luftballon.