2024-01-08_KSTA_LB_Kapitulation vor Wild-West-Methoden
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- Erstellungsdatum 08/01/2024
- Zuletzt aktualisiert 09/01/2024
2024-01-08_KSTA_LB_Kapitulation vor Wild-West-Methoden
2024-01-08_KSTA_LB_Kapitulation vor Wild-West-Methoden
Zum Bericht „Weg im Kurtekotten wird geöffnet“ vom 21.November Anfang 2023 hatte die Bezirksvertretung Mülheim beschlossen, die Fahrradstraße Kurtekottenweg/Knochenbergsweg durch Sperrpfosten vor und hinter der Autobahnbrücke über die A3 für den PKW-Durchgangsverkehr zu sperren. Die Umsetzung erfolgte quasi in einer „Nacht- und Nebel-Aktion“ ohne Vorwarnung und erwies sich im Nachhinein als typische Kölner Lösung – gut gedacht und schlecht gemacht.
Angesichts der vielen Fahrzeuge, die die Fahrradstraße ohne Rücksicht auf die Radfahrer und Fußgänger als Umfahrung für den Willy-Brandt-Ring genutzt haben, war die Sperrung grundsätzlich zu begrüßen.
Allerdings zeigte sich nach kürzester Zeit, dass einige Verkehrsteilnehmer im Wege des Faustrechts den Weg wieder freigemacht haben, indem die Vorhängeschlösser der Sperrpfosten mit Brachialgewalt zerstört und die Pfosten im anliegenden Gebüsch entsorgt wurden.
Das Durchfahren der „geräumten“ Sperrstellen war mangels geeigneter Beschilderung noch nicht einmal verboten. Auch jetzt fehlt an jeder Sperrstelle ein randseitiger Pfosten, so dass Autos halb auf der Fahrbahn und halb auf dem unbefestigten Seitenstreifen passieren können – mit dem Erfolg, dass auf der einen Seite die Fahrbahndecke im Randbereich komplett weggesackt und gebrochen ist.
Im November 2023 fasste die Bezirksverwaltung Mülheim dann offensichtlich den Beschluss, vor den Wild-West-Methoden zu kapitulieren und die Sperrstellen zu entfernen. Welch ein großartiges Zeichen für Autofahrer, die das Recht in die eigenen Hände nehmen!
Da nach Aussage der Stadt Köln noch nicht feststeht, wann die Pfosten entfernt werden sollen, ist damit zu rechnen, dass dann neben den Kosten für die Errichtung und Entfernung der Sperreinrichtung auch noch umfangreiche Ausbesserungsarbeiten an der Fahrbahn aus Steuergeldern finanziert werden müssen. Bravo, weiter so!


